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Fahrstuhl_Mit einem Stuhl hat ein Fahrstuhl eher weniger zu tun, womöglich waren aber die ersten Fahrstühle oder deren Vorläufer tatsächlich Sitze, die an Seilen nach oben gezogen oder nach unten gelassen wurden. Womit auch die Richtung bestimmt ist, Fahrstühle bewegen sich nicht in der Ebene, sie überwinden sie. Und es handelt sich, wie gesagt, nicht um Sitzgelegenheiten, die da bewegt werden, sondern um Räumlichkeiten, Kabinen, häufig Spiegelkabinette, die einen unendlichen Raum vorgaukeln - selten kann man dem Ebenenwechsel beiwohnen, ein mehr oder weniger leichter Beschleunigungsdruck bezeugt den Vorgang. Am Überraschendsten gelingt der Transfer, wenn nichts darauf hindeutet, dass ein Ortswechsel stattfindet – man verlässt einen Raum, wie man ihn betreten hat und ist unversehens irgendwo anders.

Im Begriff des Fahrstuhls, wie in der idealen Ausführung des Transfers, bei der man sich unvermittelt in einer anderen Welt wiederfindet, formuliert sich das Paradox des Ideals der modernen Reise: Man begibt sich zur Ruhe, setzt sich hin, um aufzubrechen.

Stuhl_67

Stuhl_67

Fahrstuhl_Mit einem Stuhl hat ein Fahrstuhl eher weniger zu tun, womöglich waren aber die ersten Fahrstühle oder deren Vorläufer tatsächlich Sitze, die an Seilen nach oben gezogen oder nach unten gelassen wurden. Womit auch die Richtung bestimmt ist, Fahrstühle bewegen sich nicht in der Ebene, sie überwinden sie. Und es handelt sich, wie gesagt, nicht um Sitzgelegenheiten, die da bewegt werden, sondern um Räumlichkeiten, Kabinen, häufig Spiegelkabinette, die einen unendlichen Raum vorgaukeln - selten kann man dem Ebenenwechsel beiwohnen, ein mehr oder weniger leichter Beschleunigungsdruck bezeugt den Vorgang. Am Überraschendsten gelingt der Transfer, wenn nichts darauf hindeutet, dass ein Ortswechsel stattfindet – man verlässt einen Raum, wie man ihn betreten hat und ist unversehens irgendwo anders.

Im Begriff des Fahrstuhls, wie in der idealen Ausführung des Transfers, bei der man sich unvermittelt in einer anderen Welt wiederfindet, formuliert sich das Paradox des Ideals der modernen Reise: Man begibt sich zur Ruhe, setzt sich hin, um aufzubrechen.

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